Wie in den letzten Ausgaben des Göttinger Betriebsexpress berichtet, gibt es Umbrüche in der „öffentlich verantworteten" Weiterbildungsbranche in Südniedersachsen:
Die Landkreise Göttingen und Osterode haben ihre Kreisvolks- und Kreismusikschulen ausgegründet und zur KVHS Südniedersachsen gGmbH fusioniert. Zudem kauften sie sich mit der GAB Duderstadt noch eine „Inhouse-GmbH". In diesen Einrichtungen streiten die Beschäftigten nun für Haustarifverträge, die zwar abstrakt von den Eigentümern (den Landkreisen) zugesagt wurden - jedoch noch in weiter Ferne scheinen ...

Was die Absicherung ihrer Arbeitsbedingungen angeht, sind die Beschäftigten der inzwischen stadteigenen VHS Göttingen gGmbH dagegen einen großen Schritt vorangekommen:
Nach zwei Jahren tariflosem Zustand hat sich Anfang März die gewerkschaftlich gut organisierte Belegschaft die Rückkehr in den (zuvor vom Arbeitgeber gekündigten) guten Haustarifvertrag erstritten. Dafür mussten die Beschäftigten außerordentliches Engagement an den Tag legen, war doch der Geschäftsführer Thomas Eberwien lange Zeit nicht bereit, ohne Zugeständnisse der Belegschaft über eine Tarifbindung zu verhandeln. Aber zahlreiche öffentliche Aktionen und Interventionen, auch und gerade bei den neuen Eigentümern in der Stadt Göttingen, führten letztlich zum Erfolg: Rückwirkend zum 01. Januar 2015 ist die Tarifbindung wieder hergestellt! Über den Haustarifvertrag wird uneingeschränkt das Entgeltniveau des öffentlichen Dienstes gesichert – ein großer Erfolg.
Nun gilt es, diese Absicherung auch in der KVHS Südniedersachsen und der GAB durchzusetzen (s.o.), als ersten Schritt, um die Arbeitsbedingungen in der gesamten Branche in Südniedersachsen vor einem weiteren Verfall zu bewahren. Der Erfolg der VHS-Kol­legInnen zeigt, dass es geht!